Time to change - Irish Wolfhound

 

Das sollten Sie wissen!

 

Um einen Irish Wolfhound gerecht zu werden, sollte man schon über ein Haus mit Garten verfügen. Daher ist ein Hund dieser Grösse nicht für jederman, weil er nicht in eine Etagenwohnung gehört. Am wichtigsten ist jedoch die Einstellung zum Wolfhound: Er ist ein Familienmitglied. Er möchte überall dabei sein. Und Sie können ihn problemlos an Ihren Unternehmungen teilhaben lassen.
Doch Vorsicht: Ein Irish Wolfhound macht süchtig. Wenn Sie sich einmal für diese Rasse entschieden haben, werden Sie nicht mehr von ihr loskommen.

Das Zuchtziel dieser Rasse sollte immer ein gesunder, langlebiger, grosser, starker, selbstbewusster Hund sein, der durch sein sanftes Wesen beeindruckt.

Da unsere Welpen im Haus geboren werden und dort auch aufwachsen, lernen sie schon sehr früh die unterschiedlichsten Geräusche und Gerüche kennen. Ist die erste Impfung erfolgt, lernen sie draussen ihre weitere Umgebung kennen und so auch ihre Umwelt.
Da wir uns sehr grosse Mühe bei der Aufzucht geben möchten wir unsere Puppies in guten Händen wissen und legen sehr viel Wert auf rechtzeitiges und ausführliches Kennenlernen. Ist der Tag des Umzuges in das neue Heim gekommen, sollten Sie Ihren Welpen rechtzeitig abholen, so dass er genügend Zeit hat seine neue Umgebung genau anzuschauen. Sein vorgesehener Platz sollte fertig sein. Ein Wolfhound liebt es eher kalt, auf keinen Fall sollte es zugig sein. Ein Spielzeug, eine Matratze und evtl. eine in ein Tuch gewickelte Wärmflasche ersetzen Ihrem Welpen die erste Nacht ohne seine Geschwister. Weint er dennoch, gehen Sie zu ihm, streicheln ihn, mit ein paar freundlichen Worten beruhigen Sie ihn, gehen vielleicht noch einmal mit ihm in den Garten, legen sich wieder in Ihr Bett und ziehen die Decke über die Ohren. Sehr schnell lernt Ihr Welpe wie er Ihre Aufmerksamkeit erhält und es würde lange dauern, bis er sich an das Alleinsein gewöhnt hat. Irish Wolfhounds sind perfekte Schauspieler, bitte bedenken Sie das!

In den ersten Lebensmonaten dürfen Sie den kleinen Wolfhound nicht überfordern. Er braucht jetzt noch sehr viel Schlaf. Im ersten halben Jahr müssen die Spaziergänge kurz sein. Die wachsenden Sehnen, Gelenke und Knochen müssen geschont werden. Am besten fangen Sie mit zehn Minuten an. Bitte nie mehr fordern, als der Hound von sich anbietet. Sollten Sie einen sehr temperantvollen Welpen haben, muss er gestoppt werden. Insbesondere, wenn Sie einen erwachsenen Hund zu Ihrer Familie zählen.
Die Futtermenge wird auf vier Mahlzeiten verteilt. Ab dem 6 Monat reichen drei Mahlzeiten am Tag und ab dem 12 Lebensmonat wird die Futtermenge auf zwei Mahlzeiten verteilt. Eine grosse Menge an Wasser sollte immer zur Verfügung stehen. Am besten eignet sich ein standfester Eimer. Grosse Pfützen sind das Resultat ihres unmanierlichen Saufens.
Achten Sie bitte darauf, dass Ihr Hound eher dünn aussieht. Zuviel Protein und Kalzium hat schlimme Folgen für das Wachstum der Knochen. Wird der Hound zu schnell gross, können Sehnen und Bänder nicht so schnell mitwachsen. Wird Ihr Baby nicht satt, füttern Sie Obst und Gemüse zu.
Auf gar keinen Fall sollten Sie Ihren Hound nach dem Fressen zum Toben animieren oder grossen Anstrengungen aussetzen. Ein Verdauungsschläfchen wird sein Magen ihm danken.
Der Welpe sollte auch regelmässig gebürstet werden, die Krallen wenn nötig beschnitten werden. Auch "das ins Maul schauen" erleichtert den späteren Umgang erheblich.
Zeigen Sie sich freundlich und geduldig, wenn nötig streng, wenn Ihr Hound in die "Pubertät" kommt. Meistens dauert diese Phase vom 12ten Lebensmonat bis zum Alter von zweieinhalb Jahren. Bedauern Sie Ihren Hound nicht zu sehr, wenn er sich wehleidig zeigt. Seien Sie ruhig und freundlich, wenn Ihr Wolfhound im Erwachsenenalter sich zu albern zeigt.
In der Regel eignet sich ein Irish Wolfhound nicht für die Abrichtung. Werfen Sie ein Stöckchen, wird er Sie ziemlich verständnislos anschauen und bei sich denken: Hast es weggeworfen, dann hol es auch gefälligst wieder!
Grundbegriffe wie PLATZ, SITZ, BLEIB, HIER, NEIN und AUS sollte er schon lernen. Beim SITZ seien Sie etwas nachsichtig, auf Grund seiner Statur kann er nicht lange sitzen und wird sich recht schnell hinlegen. Auch sollte man Ihm das Anspringen nicht dulden. Ausgewachsen ist ein Wolfhound, auf den Hinterpfoten stehend, mannshoch.
Obwohl ein Irish Wolfhound eine Mischung aus Panzer und Esel ist, lässt er sich relativ einfach lenken. Von Natur ist er sehr sauber und hört man auf ihn, ist es mit der Stubenreinheit nicht problematisch. Muss der kleine Wolf hinaus, wird er dies kund tun in Form von heulen, fiepen oder durch unruhiges hin- und herlaufen.
Durch sein stoisches Wesen hat er die lästigen Anhängsel, Halsband und Leine, bald vergessen.
Seine Begeisterung seinem Menschen in der ersten Zeit permanent hinter her zu laufen erleichtert kleine Übungen wie SITZ und PLATZ enorm. Die Übungen werden mit ganz viel Lob und kleinen Leckereien belohnt. Doch sollte Ihre Erwartung nicht zu hoch sein, denn: Ein junger Irish Wolfhound kann sich nicht länger als fünf Minuten konzentrieren. Eine Überforderung würde das Vertrauen zu Ihnen zerstören.
Ein Kalbs- oder Rinderknochen sowie alte Schuhe ohne Senkel hindern Ihr Baby an der Zerstörung von lieb gewonnenen Gegenständen. Auch sollten Sie alle, für den Wolf schmackhafte Leckereien, aus seiner Reichweite bringen. Das Klauen ist den Wölfen bereits in die Wiege gelegt.
Wenn die Möglickeit besteht Ihren Hound mit zu nehmen, tun Sie es. Je mehr er kennenlernt, desto fester wird sein Wesen. Auch zu anderen Tieren sollte er unbedingt Kontakt haben. Sein sanftes Wesen und die freundliche Art zu jederman lassen ihn majestätisch wirken. Trotz allem muss er lernen schwierige Situation gelassen zu meistern. Zu glatte Böden sollten vermieden werden, da der Hound leicht ausrutschen kann und seine Gelenke dadurch Schaden nehmen können.
Haben Sie den Wunsch auf Ausstellungen zu gehen, sollten Sie Ihren Wolfhound rechtzeitig an die Atmosphäre gewöhnen.
Möchten Sie mit Ihrem Hound auf den Übungsplatz oder eine Hundeschule besuchen sollten Sie bedenken, dass er dafür nicht wirklich geeignet ist. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel. Ein "Kasernenhofton" sowie Züchtigungen werden Ihr Familienmitglied depressiv machen.
Lassen Sie nicht zu, dass er seinen Lebensmut und Elan verliert!

   

 

 

 

©2004 gestaltet von Angelika Domscheit